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Kategorie: Allgemein

Gott ist… Hoffnung

Eine gewisse Zeit kommt mir nichts in den Sinn… dann aber kommt ein Gefühl, ein Bild, fast eine Art Schatten, der sich aus der Ferne ankündigt und immer grösser wird. Es ist ein Windhauch, der meine Gedanken durchwirbelt und mich in meinen Gedanken von mir selbst und meiner beschränkten Sicht wegträgt und in eine Weite führt. Nicht spektakulär, mit Feuerzungen oder grossen Visionen, in Donnergrollen oder Naturspektakeln. Sondern zart und leise, «sydefiin», wie wir im Berndeutschen sagen würden.
So wie dies die Hoffnung eben tut.

Warum hast du mich verlassen?

In diesem Moment ist Jesus keiner, der Gottes Allmacht oder Fürsorge spürt. In diesem Moment am Kreuz ist er einer von uns. Von uns Klagenden, von uns Trauernden, von uns Unverständigen. Er ist ein Mensch und Menschen wissen, was es bedeutet sich so einsam und verlassen zu fühlen, dass nicht einmal mehr Gottes Anwesenheit gespürt werden kann. 

Creation Cries Out

Den Gott des Lebens zu verkünden bedeutet, gegen den Tod zu kämpfen. Den Tod der Arten, den Tod unserer Mitmenschen, den Tod unseres menschlichen Auftrags nach Nächstenliebe. Den Gott des Lebens bedeutet für das Leben zu kämpfen, auch wenn der Kampf aussichtlos scheint. Denn hat nicht eben dieser Gott nicht schon einmal den Tod besiegt?

Die schambefreite Kirche

Wenn unsere Jugendlichen und Erwachsenen bei uns nicht über Sexualität, Lust und Sehnsucht sprechen können, dann werden sie wie so viele Generationen vor ihnen lernen, dass über gewisse Themen in der Kirche halt einfach nicht gesprochen wird, da sie zu obszön, zu unheilig, zu natürlich sind. Sie werden dann entweder eine Kultur des Schweigens und des Tabuisierens mitprägen, weil sie ihre Fragen zur Sexualität nicht stellen und einen Teil ihres Selbst nicht erforschen dürfen… oder sie werden sich andere Orte suchen, an denen sie dies dürfen. Beides kann und darf nicht unser Wunsch sein.